Harmonisierung Zahlungsverkehr wird Realität – Auswirkungen auf Ihre Business-Software

Schweizer Finanzinstitute nutzen die Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsraums (SEPA) der Europäischen Union, um die vielen eigenen Standards zu reduzieren und den Zahlungsverkehr auch im Inland zu vereinfachen. Diese Standardisierung hat auch wesentliche Auswirkungen auf die Business-Software.

Alle Akteure des Zahlungsverkehrs in der Schweiz werden zukünftig eine gemeinsame Sprache sprechen: ISO 20022. Damit werden sämtliche Zahlungen im Zahlungsverkehr Schweiz nach denselben Verfahren und Meldungsformaten abgewickelt. Ziel der Unternehmen auf dem Finanzplatz Schweiz ist es, langfristig an einem weltweiten Standard für den elektronischen Datenaustausch teilzunehmen.

ISO 20022 ist mehr als nur eine technische Migration – die Norm bringt einen effektiven Mehrwert. Die Kosten für Zahlungen innerhalb des europäischen Zahlungsraums werden vereinheitlicht und die Laufzeit der Transaktionen (Überweisungen und Lastschriften) wird harmonisiert. In 34 SEPA-Ländern werden Zahlungen nach denselben Verfahren und Meldungsformaten abgewickelt.

Alte Zahlungsformate nur noch bis Ende 2017 gültig
Unter dem Titel «Harmonisierung und Migration Zahlungsverkehr Schweiz» haben die Schweizer Finanzinstitute beschlossen, den Harmonisierungsschub zu nutzen, indem sie ebenfalls auf den neuen ISO-Standard 20022 für Finanztransaktionen setzen. Davon sind alle Teilnehmer des Finanzplatzes betroffen – damit auch Sie. Die Verarbeitung des aktuellen Zahlungsformats DTA aller Bankinstitute wird auf Mitte 2018 eingestellt. Die Postfinance wird die Verarbeitung des aktuellen Zahlungsformats EZAG bereits per Ende 2017 umstellen. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Überweisungen mit dem neuen ISO-Standard 20022 erfolgen.

Auswirkungen auf Ihre Business-Software
Die Anpassungen im Zahlungsverkehr haben wesentliche Auswirkungen auf Ihre Business-Software. Als primäres Identifikationsmerkmal wird ausschliesslich die IBAN-Nummer verwendet. Damit gilt sicherzustellen, dass bei sämtlichen Stammdaten Ihrer Software, beispielsweise den Kreditoren- und Lohnempfängern, die Daten als IBAN-Nummern gespeichert sind. Zudem müssen die technischen Format­umstellungen, z.B. DTA und EZAG auf XML (pain.001, pain.002), durch die Softwarehersteller in die Software integriert werden. Diese umfangreichen technischen Umstellungen werden mittels einer neuen Version oder eines Servicepacks ausgeliefert. Stellen Sie bereits heute sicher, dass Ihre Software für die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs bereit ist.

Weitere Informationen zum Thema
Sämtliche Informationen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit der Business-Software Abacus und nest/is-e sind zusammengefasst in unserem Flyer ersichtlich. Das Video «Harmonisierung im Zahlungsverkehr kurz erklärt» zeigt in drei Minuten die wichtigsten Elemente der Umstellung (Quelle: YouTube).

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