Gasregelwerk G19 – Die Säntis Energie AG setzt neues Abrechnungsmodell um

Die Gasmarktöffnung setzt auch bei den Gasversorgern neue Massstäbe bei der Energieverrechnung. Ähnlich wie beim Strom müssen künftig die Netz- und Energiekosten separat ausgewiesen werden. Zudem ist seit April 2012 per Regelwerk vorgegeben, wie die abzurechnenden Energiemengen gemessen und hergeleitet werden müssen. Die Säntis Energie AG hat sich dieser Herausforderung gestellt und das neue Abrechnungsmodell zusammen mit OBT umgesetzt.

Säntis Energie steht für ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energielösungen. Als regional tätiges Energieversorgungsunternehmen in den Gebieten Toggenburg, Werdenberg und Herisau/Waldstatt bietet Säntis Energie umfassende Energiedienstleistungen für rund 5'500 Kunden an.

Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen möchte Säntis Energie der Veränderung im Markt aktiv und mit Elan begegnen und sich bietende Chancen nutzen. Diese Einstellung ist ein wesentlicher Vorteil für die herausfordernden Entwicklungen der zunehmenden Gasmarktöffnung.

Zusammen mit ihrem IS-E-Softwarepartner OBT hat die Säntis Energie AG ihre Produkte und das Preissystem auf Beginn des hydrologischen Jahres 2014/2015 angepasst. Die zunehmende Gasmarktöffnung setzt auch bei Gasversorgern neue Massstäbe an die Energieverrechnung. Seit April 2012 ist per Regelwerk vorgeschrieben, wie die zu verrechnenden Energiemengen ermittelt werden müssen. Die Grundlage der Gasabrechnung bildet das Regelwerk G19 des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW). Darin sind die Anforderungen an die Gasabrechnung definiert. Ziel ist es, dass die Gasabrechnung für den Endverbraucher transparent, nachvollziehbar und verständlich ist.

Leitsätze Regelwerk G19
Das gelieferte Erdgasvolumen (bzw. der Erdgasverbrauch) wird über einen geeichten Zähler vor Ort gemessen. Dieser Zähler misst das Betriebsvolumen Vb des gelieferten Erdgases.

Für die Verrechnung der gelieferten Energie in kWh wird das Betriebsvolumen Vb zuerst in Normvolumen Vn umgerechnet. Dies erfolgt über die Zustandszahl Z.

Mit der Beachtung der Zustandszahl wird der Einfluss der örtlichen Temperatur und der örtlichen Druckverhältnisse berücksichtigt.

Das Normvolumen (in Nm³) entspricht dem Volumen im Normzustand, auf welches auch der Gaszähler geeicht ist. Der Normzustand ist definiert bei 1.01325 bar und 273.15 K (0 °C). Dieses Normvolumen wird anschliessend durch Multiplikation mit dem Brennwert Ha (in kWh/Nm³) in Energie Ea (in kWh) umgerechnet.

Folgende Erweiterungen wurden im IS-E vorgenommen:

  • Import der Höhenangabe im Objektwesen (Liegenschaft Feld Höhe ü.M.)
  • Hinterlegung Betriebsdruck auf Ebene Messung/Installation
  • Import/Definition von Verbrauchern und Anlagen mit entsprechenden Leistungswerten
  • Formel G19 für Umrechnung von Bm³ in kWh
  • Einführung 2-Vertragsmodell für Energie/Netznutzung
  • Buchhalterische Trennung Energie/Netznutzung

Fazit
Dank der modernen Standard-Softwarelösung IS-E von OBT und den professionellen und innovativen Geschäftsgedanken der Säntis Energie konnte das neue Preismodell an die Leitsätze des G19-Modells angepasst werden. Ein grosser Vorteil bei der Umsetzung lag darin, dass die Anforderungen der Marktöffnung wie z.B. Trennung Energie/Netznutzung bereits im Standard im IS-E umgesetzt sind.