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    22.10.2020

    Pro und Contra Home-Office – wie Corona die Art des Arbeitens verändert hat

    Vor der Corona-Pandemie arbeiteten rund 25% aller Schweizer Beschäftigten regelmässig im Home-Office. Im Lockdown erhöhte sich die Anzahl sprunghaft auf 50%. Der Artikel geht der Frage nach, welche langfristigen Veränderungen sich durch die Krise einstellen werden und welche Vor- und Nachteile daraus hervorgehen.
    Pro und Contra Home-Office – wie Corona die Art des Arbeitens verändert hat
    Während Home-Office in der ICT-Branche schon seit einiger Zeit verbreitet ist, sahen sich andere Branchen im letzten halben Jahr plötzlich mit dieser für sie neuen Art des Arbeitens konfrontiert. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen innert kürzester Zeit die Voraussetzungen für ein flexibles Arbeitsplatzmodell schaffen mussten. So mussten sie etwa technische Geräte sowie unternehmensweit standardisierte digitale Tools und Plattformen für die virtuelle Zusammenarbeit zwischen den Teams einführen. Davon profitierten in erster Linie Unternehmen im ICT-Umfeld wie Microsoft, Citrix oder Amazon. Deren Aktienkurse sind in dieser Zeit regelrecht explodiert.

    Führung ist ge­fordert

    Die Technologie ist jedoch nicht der einzige Aspekt, der im Home-Office beachtet werden muss. Genauso wichtig sind soziale Aspekte wie die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Teams, die Koordination und Planung von Arbeiten und nicht zuletzt die höheren Ansprüche an die Führungskräfte. Diese sind besonders gefordert, da man sich im Home-Office nicht mehr so häufig trifft.


    Der Austausch muss gezielt gesucht und gefördert werden. Zudem müssen Vorgesetzte die Leistung der Mitarbeitenden in diesem räumlich unabhängigen Arbeitsverhältnis durch die eigene Fachkompetenz messen und beurteilen können sowie ihnen entsprechend Vertrauen entgegenbringen. Generell ist es aus Gründen der Rechtssicherheit ratsam, die mit der Regelung von Home-Office verbundenen Aspekte im Personalreglement schriftlich festzuhalten. Dies schafft Transparenz für beide Seiten.

    We­niger Stress, mehr Zeit für die Fa­milie

    Für Arbeitnehmer hat Home-Office einige Vorteile zu bieten. Zwei Drittel der Befragten einer Studie der Deutschen Krankenkasse DAK gaben an, durch die neue Arbeitsform Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können. Zudem steigt zu Hause die Produktivität, da man ein ruhigeres Arbeitsumfeld und dadurch weniger Ablenkung hat. Des Weiteren fällt die Zeit für den Arbeitsweg weg. In einer häufig pendelnden Gesellschaft kann dies pro Tag gut und gerne ein bis zwei Stunden mehr Freizeit bedeuten. Dies führt dazu, dass die Stressbelastung und auch die Gefahr eines krankheitsbedingten Arbeitsausfalls – in der heutigen Zeit ein wichtiger Aspekt – für die Beschäftigten sinken.


    Ein weiterer positiver Aspekt macht sich für unsere Umwelt bemerkbar. Wenn 40% der Arbeitnehmer an zwei Tagen in der Woche von zu Hause arbeiten, sinkt der CO2-Ausstoss im Verkehr laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie um 5.4 Millionen Tonnen pro Jahr.


    Home-Office hat aber nicht nur positive Seiten. Privatleben und Job verschmelzen stark, zudem fragmentieren viele Mitarbeitende ihre Arbeitszeit über den ganzen Tag hinweg. Die Anforderung bezüglich Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation an jeden Einzelnen steigen, um sich entsprechend abgrenzen zu können und dem Körper auch wichtige Phasen der Erholung zu gönnen.

    Fazit

    Die Corona-Krise hat der Digitalisierung gehörigen Schub verliehen. Home-Office wurde auch in Branchen salonfähig, in denen dies früher undenkbar gewesen wäre. Für Unternehmen bietet Home-Office eine gute Möglichkeit, Bürofläche zu optimieren. Die Mitarbeitenden profitieren von mehr Flexibilität und mehr Freizeit. Wichtig ist dabei, die Balance zwischen physischer Anwesenheit und dem Arbeiten zu Hause zu halten, damit auch die zwischenmenschlichen Aspekte nicht zu kurz kommen.  
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